
Trauerfeier mit Gitarre und Gesang
19. April 2021
Von Trauer, Wut, Schamanentrommel…
4. Mai 2021
BLOG
Grenzen auszuloten, mich immer mal wieder aus meiner bequemen Komfortzone heraus zu bewegen. Früher tat ich das über das körperliche Erleben. Ich war 100-km-Läuferin, ging barfuß über glühende Kohlen, wanderte über einen zugefrorenen Fluss, schlief bei minus 20 Grad in Felsnischen. Ich erklomm Gipfel über 6000 Meter Höhe und schnorchelte mit Buckelwalen.
Völlig unterschiedliche und kostbare Grenzerfahrungen. Auf alle konnte ich mich mehr oder weniger vorbereiten. Körperlich, emotional, mental. Sie waren, zumindest bis zu einem gewissen Maß, kalkulierbar.
Ich erlebte, dass es in weitaus weniger spektakulären und abenteuerlichen Situationen viel größere Herausforderungen gibt die mich an meine Grenzen bringen. Ich kann mich darauf nur bedingt vorbereiten, kann sie schon gar nicht trainieren. Es ist dann, wenn wir einen geliebten Menschen verlieren.
Der Tod eines uns nahestehenden Menschen ist wohl eine der härtesten Erfahrungen in unserem Leben. Sie kann uns unmittelbar den Boden unter den Füßen wegziehen, uns ohnmächtig und fremdbestimmt fühlen lassen.
Trauer betrifft uns immer in der Gesamtheit unseres Seins. Physisch, psychisch, geistig. Vor allem ist Trauer aber eines – i n d i v i d u e l l und sie fordert ihre Zeit ein, ohne Kompromisse! Es gibt kein Patentrezept für die beste und schnellste Lösung. Dies ist die Aufgabe für jede*n, es selbst herauszufinden. Dafür kann es viele, verschiedenen Wege geben. Welcher Trauerweg passt zu Ihnen?
Wenn Sie mögen begleite ich Sie auf diesem Abschnitt. Mache mich mit Ihnen auf diese individuelle Suche. Im ersten Schritt vielleicht tatsächlich auf einem Spazierweg den wir gemeinsam gehen – mit dem derzeit erforderlichen Mindestabstand.
Trauerarbeit ist Seelenarbeit, ist Forscherarbeit! Ich höre Ihnen zu, halte Ihre Trauer mit Ihnen aus, mache mich mit Ihnen auf die Suche nach einem möglichen nächsten Schritt. Denn es gibt immer nur diesen ersten, nächsten Schritt…
