
Und dann muss man ja auch noch Zeit haben…
31. März 2021
Persönliche Grenzen ausloten
29. April 2021
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Trauerfeier mit Gitarre und Gesang
Es war eine meiner ersten Beisetzungen mit Corona. Die Trauerhallen und Friedhofskapellen waren geschlossen. Die Zeremonien mussten direkt an der Grabstelle stattfinden. Maximal 10 Personen waren zugelassen. Was für eine Tragik!
Im Vorgespräch erfuhr ich, dass die Urne der verstorbenen Person direkt zu Beginn abgelassen werden sollte. Ohne einleitende Worte. Uh! Es sind sowieso schon schlimmste Bedingungen und dann auch noch solch ein nüchternen, kalter Auftakt zu einer Trauerfeier… nein! Das geht gar nicht!
Die Verstorbene liebte Schweden. Die Familie verbrachte so oft es ging ihre Urlaube dort. Aus meinem Repertoire an spirituellen Liedern rund um den Globus fiel mir gleich dieses schwedische Volkslied ein. Ich singe es sehr gern. Vem kan segla singt von Abschied und davon, dass man einen nahestehenden Menschen nicht ohne Tränen gehen lassen kann.
Ich schlage der Familie vor, dieses Lied während der Urnenbeisetzung zu singen und auf meiner Gitarre zu begleiten. Mein Angebot stößt auf einstimmige Resonanz. So singe ich dieses Lied erst im Original auf Schwedisch und wiederhole es in einer deutschen Übersetzung.
„Das ist ein trauriges und gleichzeitig so schönes Lied. Absolut stimmig für diesen bedeutenden Moment es Abschieds. Sicher hat sie zugehört, und es hat ihr bestimmt gefallen!“
Das liebe ich an meiner Arbeit – diese Individualität!
Deshalb kann eine Trauerfeier auch mal mit einem passenden Chant begleitet werden…
