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„Sowas könnte ich nicht!“
…ist meist die spontane Reaktion auf meine Antwort, was ich beruflich mache. „Trauerrednerin! Da müsste ich sofort losheulen, da brächte ich kein Wort heraus, das ist doch so wahnsinnig traurig!“.
Eindeutig ist: Ja, eine Trauerfeier macht uns traurig. Ist es doch der Abschied eines geliebten Menschen. Wir haben die Zeit mehr oder weniger lange mit ihm geteilt. Wir erinnern in dieser Feier an zusammen Erlebtes, an Schönes, an gemeinsam Bewältigtes. Dieser Mensch fehlt nun für immer. Ja, das darf uns traurig machen, es dürfen Tränen fließen.
Tatsächlich habe ich allerdings nicht das Gefühl einen wahnsinnig traurigen Beruf zu haben. Im Gegenteil. In den Vorgesprächen erlebe ich so oft, wie ganz viel Liebe zwischen Menschen fließen durfte! Ich höre persönliche Geschichten, Dinge, Tugenden, Rituale was Menschen in ihren Beziehungen und aneinander wichtig war.
Ich darf Anekdoten hören, Lustiges, Herausforderndes, Macken. Es kann geweint und gelacht werden, manchmal sogar beides gleichzeitig. Emotionen nehmen sich einfach ihren Raum. Sie fragen in der Regel nicht, wann und ob sie kommen dürfen.
So darf auch in der Abschiedsfeier geweint, geschmunzelt und, wenn es angemessen ist, auch gelacht werden. Denn beides gehörte zu diesem beendeten Leben dazu. Deshalb wähle ich meine Worte im Sinn einer Lebensrede.
„Sie“, oder ganz oft sind wir schnell beim DU, „…haben die Persönlichkeit von … so gut getroffen. Ich hatte das Gefühl als sei die/der Verstorbene unter uns gewesen.“
Ich begleite Sie gern in dieser herausfordernden Zeit des Abschieds.
